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Wie hießen die beiden "Spitzer Hondle" von König Wilhelm II.?

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Württemberg und die Markgrafschaft Brandenburg-Bayreuth

Termin:2. bis 4. Juni 2011
Führung: Harald Schukraft, Stuttgart
Reiseroute: Stuttgart - Wonsees (Sanspareil) - Thurnau - Kulmbach (Plassenburg) - Bayreuth - Eckersdorf (Schloss Fantaisie) - Heilsbronn - Stuttgart
Abfahrt: 8.00 Uhr, Stuttgart, Karlsplatz
Rückkehr: voraussichtlich gegen 20.00 Uhr
Leistungen: Fahrt im komfortablen Reisebus, Führungen, Eintritte, 2 Übernachtungen im *** Hotel Lohmühle in Bayreuth, Halbpension
Kosten: 288 € pro Person (EZ-Zuschlag 20 €)

Die ursprünglich aus Schwaben stammenden fränkischen Hohenzollern regierten die Markgrafschaft Bayreuth bis ins ausgehende 18. Jahrhundert. Dann war das Land für kurze Zeit preußisch und ging in der napoleonischen Zeit im neuen Königreich Bayern auf. Noch heute kann man in den beiden Hauptresidenzen Kulmbach und Bayreuth bemerkenswerte Zeugnisse einer großen kulturellen Tradition finden. Seit dem ausgehenden Mittelalter gab es zahlreiche Bezüge zum Hause Württemberg, denen wir auf der Reise nachgehen wollen. Die berühmteste Verbindung war die Vermählung von Herzog Carl Eugen mit der Bayreuther Markgrafentochter Elisabeth Friederike Sophie im Jahre 1748.

Nach 1791 waren Mitglieder des Hauses Württemberg zeitweilig als Regenten der Markgrafschaft von den preußischen Königen eingesetzt. Im 19. Jahrhundert spielte Herzog Alexander, der Stammvater des heutigen Hauses Württemberg, mit seiner zweiten, morganatischen Ehefrau in Bayreuth eine bedeutende Rolle. Die noch heute sichtbaren Erinnerungen an das Haus Württemberg sind sehr zahlreich und laden zur Entdeckung während unserer Reise ein.

Für die dreitägige Exkursion hat unser Reiseleiter Harald Schukraft folgendes Programm ausgearbeitet:

Donnerstag, 2. Juni 2011:

Über die Autobahn Würzburg – Bamberg fahren wir nach Zwernitz. Dort hat Markgräfin Wilhelmine, die Lieblingsschwester König Friedrichs II. von Preußen, nach der Verlobung ihrer Tochter mit Herzog Carl Eugen von Württemberg einen ungewöhnlichen Park in felsenreichem Gelände anlegen lassen. Die ab 1744 entstandene Anlage war „ohnegleichen“ und wurde daher nach höfischer Sitte französisch „Sanspareil“ genannt. Wir besuchen im Felsengarten das eindrucksvolle Ruinentheater und den so genannten Morgenländischen Bau. Nach der Mittagspause fahren wir über Thurnau nach Kulmbach. Dort besuchen wir die hoch über der Stadt gelegene Plassenburg, die Mitte des 16. Jahrhunderts in außergewöhnlich repräsentativen Renaissance-Formen entstanden ist und bis 1603 den Markgrafen von Bayreuth als Residenz gedient hat. Am frühen Abend Ankunft in Bayreuth.

Freitag, 3. Juni 2011:

Bei unserem Stadtrundgang kommen wir zunächst zum Alten Schloss, der ersten markgräflichen Stadtresidenz aus dem 17. Jahrhundert. In der benachbarten Schlosskirche befindet sich die Begräbnisstätte von Herzogin Elisabeth Friederike Sophie von Württemberg und ihren Eltern. Das Markgräfliche Opernhaus, einer der glanzvollsten Theaterräume Europas, wurde 1748 aus Anlass der Hochzeit von Elisabeth Sophie mit Herzog Carl Eugen von Württemberg eingeweiht. Anschließend besuchen wir das Neue Schloss, das ab 1753 nach den Ideen der Markgräfin Wilhelmine errichtet und mit erlesenem Geschmack ausgestaltet wurde. Am Markgrafenbrunnen werden wir ein württembergisches Wappen entdecken. Nachmittags fahren wir zum Alten Friedhof, wo sich neben den Gräbern von Jean Paul, Franz Liszt und der Nachkommen Richard Wagners auch das Mausoleum von Herzog Alexander von Württemberg und seiner morganatischen Gemahlin Amalie von Meyernberg befindet. Auf dem Weg nach Eckersdorf machen wir einen kurzen Halt am Gutshaus Meyernberg, das sich zeitweilig in württembergischen Besitz befand. Anschließend besuchen wir das Schloss Fantaisie, das der bevorzugte Wohnsitz von Herzogin Elisabeth Friederike Sophie von Württemberg war. Mehr als hundert Jahre waren Schloss und Parklandschaft in der Hand des Hauses Württemberg, so dass es zahlreiche bemerkenswerte Erinnerungen zu entdecken gibt.

Samstag, 4. Juni 2011:

Zunächst wollen wir einen Blick in die Ordenskirche im Ortsteil Sankt Georgen werfen. Die kräftigen Barockformen des ersten Jahrzehnts des 18. Jahrhunderts bilden den festlichen Schmuck der protestantischen Predigtkirche, die auf klassische Weise den so genannten „Markgrafenstil“ zeigt. Sie wurde von Markgraf Georg Wilhelm, einem Sohn von Herzogin Sophie Luise von Württemberg, erbaut. Bei unserem Rundgang durch den Park der Eremitage kommen wir unter anderem zum Neuen Schloss, zu den Kaskaden und zum Schlösschen Monplaisir. Die Grottenanlage im Alten Schloss, deren aus der Bauzeit stammende Springbrunnenanlage bis heute funktionstüchtig ist, wird uns begeistern. Nach dem gemeinsamen Mittagessen fahren wir nach Heilsbronn. Das Münster war lange Zeit die Grablege der fränkischen Hohenzollern. Anschließend Rückfahrt nach Stuttgart.

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