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Das mittelalterliche Hochadelsgeschlecht der Zähringer residierte in Südbaden. Hauskloster und Grablege war das Kloster St. Peter im Schwarzwald. Ursprünglich, um 1070, wurde es aber bei einem ganz anderen Ort gegründet. Welcher Ort war es?

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Von Mantua nach Württemberg: Barbara Gonzaga und ihr Hof

Termin:Dienstag, 19. April 2011, 16.00 Uhr
Führung: Dr. Peter Rückert, Stuttgart
Ort: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Foyer
Kosten: Führung frei

Als erste Herzogin von Württemberg besitzt Barbara Gonzaga (1455-1503) besondere Bedeutung für die Geschichte des Landes. Die Gemahlin Eberhards im Bart kam von dem glanzvollen Fürstenhof in Mantua über die Alpen, feierte 1474 die berühmte Uracher Hochzeit und gestaltete hier das höfische Leben in ihren Residenzen Urach, Stuttgart und Böblingen. Die vom Landesarchiv Baden-Württemberg präsentierte Ausstellung folgt Barbaras Lebensweg von Mantua nach Württemberg und zeichnet das kulturelle und politische Umfeld der Herzogin nach. Ihre persönlichen Zeugnisse – rund 70 Briefe, Bilder, Pretiosen – sowie kostbare Handschriften, Zeichnungen und Stiche, Kleidungsstücke und Schmuck, Münzen und Tafelgeschirr, umrahmt von der großartigen Musik vom Hof der Gonzaga in Mantua, entwerfen das Bild einer beeindruckenden Persönlichkeit der Renaissance und ihrer Lebenswelten zwischen Mittelalter und Neuzeit.

Für Eberhard im Bart war Barbara nicht nur eine ansehnliche Braut, die ihm eine reiche Mitgift einbrachte, die intensiven persönlichen Kontakte der beiden Familien bereicherten auch den politischen und kulturellen Austausch. Die Briefe der italienischen Fürstin offenbaren ihre Eindrücke von ihrem neuen Umfeld im Schwabenland und bieten bisher nicht gekannte Einblicke in die höfische Szene, zunächst in Urach, dann in Stuttgart, das nach der Wiedervereinigung Württembergs 1482 zur zentralen Residenz der Grafschaft wurde.

Eberhards erfolgreiche Politik wurde im Jahr 1495 mit der Erhebung Württembergs zum Herzogtum gekrönt. Als er bereits im Jahr darauf verstarb, musste Barbara ihren Witwensitz in Böblingen beziehen. Ihre Briefe sprechen nun von dem dringenden Wunsch, in ihre Heimat, nach Mantua, zurückzukehren, um dort im Schoß ihrer Familie den Rest ihres Lebens zu verbringen – doch sollte es nicht soweit kommen: Barbara blieb in Württemberg und starb am 30. Mai 1503 in Böblingen. Nicht an der Seite ihres Mannes auf dem Einsiedel, sondern im Dominikanerinnenkloster Kirchheim unter Teck fand sie ihre letzte Ruhe.

Durch die Ausstellung führt Dr. Peter Rückert. Er zeichnet nicht nur für deren Konzeption und Realisierung, sondern auch für die Herausgabe des umfangreichen Begleitkataloges verantwortlich.

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