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Unter der "Hirsauer Reform" versteht man eine mittelalterliche Reformbewegung der Kirche. Zu welchem Orden gehörten die Hirsauer Mönche?

Zisterzienser
Benediktiner
Franziskaner

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Stadtrundgänge: Mühlhausen - ein geschichtsträchtiger Vorort von Stuttgart

Termin:Donnerstag, 20. September 2012, 15.00-18.00 Uhr
Begrüßung: Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler
Führung: Rolf Straub und Charlotte Sander (Mühlhausen)
Anfahrt: Stadtbahn U 14 bis Haltestelle "Mühlhausen"
Treffpunkt: Bezirksrathaus Stuttgart-Mühlhausen, Mönchfeldstraße 35
Kosten: 3,00 € pro Person

An der Mündung des Feuerbach in den Neckar liegt das einst ritterschaftliche Dorf Mühlhausen. Schon im 8. Jahrhundert scheint das Kloster St. Gallen auf der Gemarkung begütert gewesen zu sein. Im Mittelalter flankierten zwei Burgen den Talausgang, von denen aber nur Reste erhalten geblieben sind.

Bei unserem nachmittäglichen Rundgang wird uns der Ortshistoriker Rolf Straub über Mühlhausens bewegte Vergangenheit unterrichten. Das Schloss, ein Bau des späten 16. Jahrhunderts, wurde 1813 von den Freiherren von Palm, die 1728 die Ortsherrschaft erworben hatten, im Stile des Klassizismus umgebaut und im Laufe der Zeit mehrmals erweitert. Seit 1933 befindet es sich im Eigentum der Stadt, die dort ihr Bezirksrathaus eingerichtet hat. Durch den Schlosspark mit altem Baumbestand führt der Weg hinauf zu den Resten der früheren Engelburg. Unterhalb des Berges trieb man im Zweiten Weltkrieg mehrere Pionierstollen in den Muschelkalk, teils um Luftschutzräume für die Bevölkerung, teils um unterirdische Flächen für die Produktionsverlagerung der Firma Bosch zu gewinnen. Als Anschauungsbeispiel soll der Stollen der Firma Haisch besichtigt werden.

Auf der anderen Seite des Feuerbachs erinnert die Turmruine an die bei einem Bombenangriff 1943 zerstörte Walpurgiskirche. Glücklicherweise blieb Mühlhausens Kleinod, die einzigartige gotische Veitskapelle vor Kriegsschäden bewahrt. Pfarrerin Charlotte Sander wird uns das kunstgeschichtlich bedeutende Gotteshaus vorstellen. Es wurde 1380 von Reinhard von Mühlhausen, der im Umfeld des Prager Kaiserhofes zu großem Reichtum und Ansehen gekommen war, gestiftet. Von atemberaubender Schönheit sind die außergewöhnlich gut erhaltenen Wand- und Gewölbemalereien des 15. Jahrhunderts mit Szenen aus der Bibel und der Veits-Legende. Zu den weiteren Schätzen der Kirche zählen der im Chor aufgestellte Flügelaltar von 1510 mit Skulpturen der böhmischen Heiligen Veit, Wenzel und Sigismund, die seitlichen Ziborienaltäre, die Holzdecke und die Empore aus der Zeit um 1488 sowie die Grabmäler der Ortsherrschaft.

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