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Die Stuttgarter Prachtstraße ist zweifelsohne die Königstraße. Wie hieß diese Straße ursprünglich?

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Auf altwürttembergischen Spuren in den badischen Schwarzwald

Termin:Samstag, 30. Mai 2015, 8.00-19.00 Uhr
Führung: Karl-Martin Hummel (Stuttgart) und Dr. Hans Harter (Schiltach)
Abfahrt: 8.00 Uhr, Stuttgart, Urbanstraße, bei der Württ. Landesbibliothek
Rückkehr: ca. 19.00 Uhr in Stuttgart
Kosten: 38,00 € pro Person (inkl. Eintritt und Führungen)

Die Exkursion führt uns in das Gutach- und Kinzigtal. Weite Teile des Gebiets fielen im 14. und 15. Jahrhundert nach und nach an Württemberg. 1810 wurden sie zum größten Teil an Baden abgetreten, da Baden eine Verbindung zu seinem Besitz im Südosten benötigte. Die schöne Landschaft, gut erhaltene Stadtbilder und die Spuren der früheren Lebens- und Arbeitswelten machen den Reiz der Fahrt aus.

Von Stuttgart kommend gelangen wir über Oberndorf und Schramberg in das zunächst tief eingeschnittene Gutachtal. Vom Bergrand aus blicken wir auf die Reste zweier Burgen. Das (ältere) untere Schloss und das (jüngere) obere Schloss waren Sitze der Herrschaft Hornberg, die kaum mehr als das Gutachtal umfasste. Der Minnesänger Bruno von Hornberg hatte hier seine Heimat. Das untere Schloss brannte im 30-jährigen Krieg bei Abzug der Schweden und Franzosen ab, das obere Schloss wurde 1689 von den Franzosen weitgehend zerstört. Nur Bergfried, Pulverhaus und Gemäuerreste sind erhalten geblieben. An die württembergische Zeit erinnert heute noch die von Heinrich Schickhardt erweiterte spätgotische Stadtkirche mit Renaissancemalereien.

In Gutach, der nächsten Station, werden wir die Peterskirche, die eine außergewöhnliche Stuckkanzel aufweist, besichtigen. Der Kirchen- und Fassadenmaler Werner Kenngott wird uns hier seine Werke in situ vorstellen. Eine Besonderheit ist das originelle, von Curt Liebich gestaltete Kriegerdenkmal. In Gutach ist das bekannte Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof angesiedelt. Das Museum umfasst acht historische Bauernhöfe, von denen jeder für die Architektur und Wirtschaftsweise seiner Herkunftsregion steht. Bei einem geführten Rundgang lässt sich gewissermaßen der ganze Schwarzwald durchstreifen; wir erfahren, wie Küchen, Stuben und Kammern eingerichtet waren und sich der Alltag der früheren Bewohner gestaltete.

Die Fahrt an der Kinzig entlang von Hausach über Wolfach bis Schiltach macht bewusst, dass die Flößerei bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region war. In Wolfach prägen stattliche Bürgerhäuser das Stadtbild. An die Herren von Fürstenberg, die bis 1806 fast 600 Jahre lang die Geschichte der Stadt bestimmten, erinnert noch das 1671/81 erbaute mächtige Schloss, das heute Kreis- und Landesbehörden beherbergt. Den Abschluss bildet ein Rundgang durch Schiltach, das durch sein gut erhaltenens mittelalterliches Stadtbild beeindruckt. Nach dem Großbrand von 1590 konzipierte Heinrich Schickhardt den neuen Marktplatz, um den sich zahlreiche Fachwerkhäuser gruppieren. Im Schüttesägemuseum dreht sich alles ums Holz - Holztransport und Holzhandel waren das wichtigste Gewerbe des Kinzigtales.

Bei der von Karl-Martin Hummel angeregten und vorbereiteten Exkursion wird vor Ort der Schiltacher Historiker Dr. Hans Harter in die Geschichte des Exkursionsgebiets einführen und das historische Erbe erläutern.

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