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Das württembergische Kronprinzenpaar Karl und Olga ließ sich 1845 ein Landhaus bauen – die Villa Berg. Wie hieß der Architekt?

Nikolaus Thouret
Giovanni Salucci
Christian Friedrich Leins

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Kunst und Kultur in Hohenlohe

Termin:17. bis 18. Juli 2015
Führung: Roland Scholl (Neuenstein)
Abfahrt: 8.00 Uhr, Stuttgart, Karlsplatz, beim Alten Schloss
Rückkehr: ca. 19.00 Uhr in Stuttgart
Leistungen: Fahrt im komfortablen Reisebus, Führungen, Eintritte, Sektverkostung, Übernachtung im Drei-Sterne-Hotel Nicklass in Ingelfingen mit Halbpension (Frühstück und Dreigang-Abendmenü)
Kosten: 145,00 € pro Person im DZ (EZ-Zuschlag 15,00 €)

Zu Hohenlohe, der historisch gewachsenen Landschaft im Nordosten unseres Bundeslandes, gehören die ehemaligen Herrschaftsräume der verschiedenen Linien des Hauses Hohenlohe, aber auch ein Ensemble der "kleinen Verhältnisse", das sich in früheren Zeiten aus Fürstentümern, Reichsritterschaften, der Reichsstadt Schwäbisch Hall und geistlichen Gebieten zusammensetzte. Die Region, deren Landschaft oft als "malerisch" beschrieben wird, ist ungewöhnlich reich an Burgen, Schlössern, Klöstern, Kirchen und Residenzstädtchen. Einen reizvollen Einblick in Geschichte, Kunst und Kultur Hohenlohes bietet die zweitägige Exkursion, die von Roland Scholl, Vorsitzender der Natur- und Landschaftsführer Hohenlohe e. V., geleitet wird. Dabei wird auch manches abseits der üblichen Routen zu entdecken sein.

Am Freitag, 17. Juli 2015, wird Öhringen unsere erste Station sein. Die Stiftskirche, eine spätgotische Hallenkirche, beherrscht das Stadtbild; sie ist Grablege der Linie Hohenlohe-Öhringen, in deren alleinigem Besitz sich das Residenzstädtchen ab 1782 befand. Bei einem Stadtrundgang sehen wir auch das Schloss, das von 1611- 1616 als Witwensitz für die Gräfin Magdalena von Hohenlohe-Weikersheim erbaut und im 18. Jahrhundert mehrfach umgebaut und erweitert wurde.

Über Pfahlbach, das den am besten erhaltenen Abschnitt des Limes im Hohenloher Land aufweist, und das Jagdschloss Friedrichsruhe gelangen wir nach Neuenstein. Nach der Landesteilung 1551-1555 in die Hauptlinien Hohenlohe- Waldenburg und Hohenlohe-Neuenstein erfolgte der Ausbau zu einer Residenz; bis 1698 war Neuenstein der Sitz einer eigenen Linie. Das Renaissanceschloss, das Anfang des 20. Jahrhunderts umgebaut wurde, beherbergt heute neben privaten Räumen des Fürsten zu Hohenlohe-Öhringen ein Museum und das Hohenlohe-Zentralarchiv. Dr. Ulrich Schludi, der Leiter des Archivs, wird die sonst verschlossenen Magazine öffnen und einige der verwahrten Schätze vorstellen; auch eine Besichtigung der Schlossräume ist vorgesehen.

Idyllisch auf einem Bergrücken liegt Waldenburg, das eine wunderbare Aussicht auf die Hohenloher Ebene bietet. Nach der Landesteilung Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die kleine Stadt Sitz einer Hauptlinie und zu einer Residenz ausgebaut. Anstelle einer früheren Burg und eines Renaissancebaus wurde im 18. Jahrhundert ein dreiflügeliges Schloss errichtet. In der evangelischen Stadtkirche haben sich Grabmale der Hohenlohe erhalten.

Das Jagdschloss Hermersberg südwestlich der Stadt Niedernhall, errichtet im 15. Jahrhundert, ist heute der private Wohnsitz des Unternehmers Reinhold Würth. In dem benachbarten Hofgut Hermersberg aus dem Jahre 1790 wird heute noch auf althergebrachte Weise feinste Backkunst betrieben und Brot im traditionellen Holzofen gebacken.

Im eingeschnittenen Kochertal liegt Ingelfingen, ebenfalls eine ehemalige Residenzstadt der Hohenlohe. Das 1705-1712 errichtete neue Schloss der Grafen von Hohenlohe mit einem Park befindet sich heute im Besitz der Stadt. Um 1500 wurde die gotische Nikolauskirche erbaut, deren Chor ein kunstvolles Netzgewölbe ziert.

Am Samstag, 18. Juli 2015, folgen wir dem Lauf des Kocher. Forchtenberg weist eine mittelalterliche Altstadt auf mit vollständig erhaltenen Stadtmauern, Stadttoren und Fachwerkhäusern. Von der einst beeindruckenden Burganlage, bis zum Ende des 14. Jahrhunderts Sitz der hohenlohischen Amtsdiener, zeugen noch die erhaltenen Reste. Das Rathaus von Forchtenberg war das Geburtshaus von Hans und Sophie Scholl, deren Vater in den 1920er Jahren Bürgermeister der Stadt war. Eine Gedenktafel erinnert an die Widerstandskämpfer der NS-Zeit.

Von der weitläufigen Burg Krautheim, auf einem Bergsporn über der gleichnamigen Stadt errichtet, sind noch der Bergfried, Teile des Palas und die hochgotische Kapelle erhalten. Literarische Berühmtheit erlangte die Burg durch Götz von Berlichingen, der hier 1516 gegenüber dem in der Burg sitzenden Kurmainzer Amtmann Max Stumpf kraftvoll seinem Ärger Ausdruck verlieh.

Beschaulich abseits der Touristenpfade liegt Bartenstein, das sich seinen ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Kennzeichen seiner barocken Geschichte sind die Stadt- und Schlossanlage. Ferdinand Fürst zu Hohenlohe-Bartenstein wird für den Württembergischen Geschichts- und Altertumsverein den sonst nicht mehr zugänglichen Schlosshof und die Schlosskapelle öffnen. Eine weitere Residenz erwartet uns in Langenburg. Weit sichtbar auf einer Anhöhe liegt das Schloss, das sich heute noch im Besitz des Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg befindet; von dort eröffnet sich eine traumhafte Aussicht auf das Jagsttal. Die Sonderführung ermöglicht auch einen Blick in die privaten Räumlichkeiten der fürstlichen Familie.

Den Abschluss unserer Fahrt bildet ein Abstecher nach Unterregenbach. Nach wie vor nicht einwandfrei geklärt ist das "Rätsel" der dortigen Krypta. Bei archäologischen Ausgrabungen konnten eine über 100-jährige Kirchenanlage, Spuren eines Klosters und eines Herrensitzes nachgewiesen werden. Im Keller des heutigen Pfarrhauses ist die Krypta oder Basilika aus ottonischer Zeit zugänglich. Gästeführer Hans-Jörg Wilhelm, auch ein experimentierfreudiger "Obstschaumwein-Alchemist", wird uns nicht nur die Kirchenanlage erläutern, sondern auch zu einer Schaumweinverkostung einladen.

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