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Württembergs König Wilhelm I. war insgesamt dreimal verheiratet. Wie hieß seine dritte Frau?

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Konfessionskonflikte im deutschen Südwesten

Termin:Freitag, 25. August 2017, 7.45-20.00 Uhr
Führung: Bruder Bruno Volz Obl. OSB, Stift Neuburg
Abfahrt: 7.45 Uhr, Stuttgart, Urbanstraße, bei der Württ. Landesbibliothek
Rückkehr: ca. 20.00 Uhr in Stuttgart
Kosten: 60,00 € pro Person (inkl. Eintritte und Sonderführungen)
Teilnehmerzahl: 40

2017 jährt sich der Beginn der Reformation zum 500. Mal. Doch bevor Katholiken und Protestanten getrennte Wege gingen, verband sie 1500 Jahre gemeinsamer Geschichte. Diese gemeinsame Geschichte wie auch das Ringen um den rechten Glauben stehen im Mittelpunkt der Exkursion.

Unser erstes Ziel ist Mannheim, wo wir in den Reiss-Engelhorn-Museen die Sonderausstellung "Die Päpste und die Einheit der lateinischen Welt" besuchen werden. Erstmalig widmet sich ein Ausstellungsprojekt der umfassenden Darstellung der Geschichte des Papsttums. Die Ausstellung beleuchtet faszinierende Aspekte des Papsttums, von seinen Ursprüngen über die Entwicklung zur geistlichen und weltlichen Autorität im Mittelalter bis hin zu den Prachtentfaltungen der Renaissancepäpste. Ausgewählte Kunst- und Kulturschätze, darunter hochkarätige Leihgaben aus dem Vatikan, machen die 1500-jährige gemeinsame Geschichte erlebbar; im Rahmen einer exklusiven Führung außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten werden uns die Highlights vorgestellt.

Die nächste Station ist Heidelberg. Die Stadt am Neckar könnte sich ohne Mitwirkung der Päpste heute wohl nicht "Wissensstadt mit der ältesten Universität Deutschland" nennen. Kurfürst Ruprecht nutzte die Situation während des abendländischen Schismas, als die Päpste Urban VI. und Clemens VII. um den Stuhl Petri konkurrierten. Er unterstütze Papst Urban VI. und erhielt 1386 dessen Genehmigung zur Errichtung einer Universität. 1415 ließ Kurfürst Ludwig III. den Gegenpapst Johannes XXIII. Im Schloss gefangen setzen. Als sich Martin Luther anlässlich der Heidelberger Disputation 1518 in Heidelberg aufhielt, besuchte er auch das Schloss. Die pfälzischen Kurfürsten schlossen sich früh der Reformation an, zunächst dem Luthertum, dann dem Calvinismus. Mit ihren Schlossbauten zeigten sie ihre Bedeutung im gesamten europäischen Machtgefüge - egal, welcher Konfession sie angehörten. Eine Sonderführung abseits der üblichen Schlosstour führt uns das Schloss als stolze Residenz der Kurpfalz wie auch als bedeutender Ort der Reformation vor Augen.

Unser drittes Ziel widmet sich der Klostertradition. Nahe bei Heidelberg liegt das Benediktinerkloster Neuburg, das um 1130 von der großen Abtei Lorsch gegründet und schon kurze Zeit später wieder verlassen wurde. Ab Ende des 12. Jahrhunderts siedelten sich Nonnen in der verlassenen Klosteranlage an. Im Jahr 1303 wird erstmals die Ordenszugehörigkeit zum Zisterzienserorden erwähnt. Aus etwa dieser Zeit stammt auch eine hölzerne Statue des Papstes Gregor d. Gr., welche sich heute in der Klosterkirche befindet. Nach einer wechselvollen Geschichte in der Frühen Neuzeit wurde das Kloster 1779 privatisiert. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts begann wieder monastisches Leben im Kloster; heute leben dort 11 Mönche. Die Klosteranlage lädt mit ihrer mittelalterlichen Kirche und ihrem idyllischen Garten mit Blick auf das Neckartal zum Entdecken seiner historischen Geheimnisse ein.

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