<.> Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen dabei Stuttgarts Bürgermeister, die, ähnlich wie heute der Stadtkämmerer, die Politik und insbesondere deren finanzielle Seite in der herzoglich-württembergischen Residenzstadt mitprägten. Ihre überlieferten Rechnungen geben detailreich Aufschluss über Bauprojekte, Feste und Kriegslasten, aber auch über laufende Ausgaben und Einnahmequellen der Stadt. Als historische Dokumente sind die Bürgermeisterrechnungen ein seltener Glücksfall und ein kostbarer, bislang noch kaum ausgewerteter Quellenschatz. Sie werden auf ihre Inhalte hin untersucht und um interessante Fundstücke aus den dazugehörigen Beilagen - wie das oben genannte Kerbholz - sowie weiteren Zeugnissen der bürgermeisterlichen Amtsausübung wie Rappellbücher, Quittungen und Partikularrechnungen ergänzt. <.><.> Als Mitglieder der städtischen Oberschicht gestalteten manche Bürgermeister zudem die Erinnerung an die eigene Person sehr bewusst, wie das Beispiel Wolff Friedrich Lindenspürs zeigt. Zahlreiche weitere schriftliche und bildliche Zeugnisse wie prachtvolle Amtsporträts, Siegel mit Familienwappen oder Familienchronik einer Stuttgarter Bürgermeisterdynastie belegen das Bedürfnis, das eigene Handeln als Amtsträger ebenso wie als Bürger Stuttgarts zum Ausdruck zu bringen und späteren Generationen zu überliefern. Das Stadtarchiv lässt mit dieser Ausstellung spannende und wenig bekannte Aspekte der Stuttgarter Stadtgeschichte in der Vormoderne lebendig werden. <.><.> Katharina Beiergrößlein" />Rechnende Bürgermeister - Geld, Macht und Erinnerung im vormodernen Stuttgart - Württembergischer Geschichts- und Altertumsverein e. V.

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Rechnende Bürgermeister - Geld, Macht und Erinnerung im vormodernen Stuttgart

Termin:Donnerstag, 19. September 2019, 16.00 Uhr
Treffpunkt: Stadtarchiv, Bellingweg 21, Stuttgart-Bad Cannstatt
Kosten: Keine
Teilnehmerzahl: 20

Verbindliche  Anmeldung bis 12.09.2019


Was haben ein Kerbholz und ein Stifterportrait aus dem 17. Jahrhundert gemeinsam? Beide dienten als Gedächtnisstütze. Das Holz half Ende der 1570er Jahre dem Stuttgarter Schmied Jakob Adlung, erbrachte Leistungen bei der Stadt abzurechnen. Das Bildnis von Bürgermeister Wolff Friedrich Lindenspür (1581-1651) sorgte dafür, seine großzügigen Stiftungen für die Stadtgesellschaft sichtbar festzuhalten. Beide Objekte sind in der neuen Ausstellung des Stadtarchivs Stuttgart zu sehen. Sie stehen beispielhaft für zwei Dimensionen von "Gedächtnis": zum einen dem Notieren von Geschäften, Schulden und Forderungen, zum anderen der Präsentation eines auf die Person bezogenen Bildes für die Mit- und Nachwelt.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen dabei Stuttgarts Bürgermeister, die, ähnlich wie heute der Stadtkämmerer, die Politik und insbesondere deren finanzielle Seite in der herzoglich-württembergischen Residenzstadt mitprägten. Ihre überlieferten Rechnungen geben detailreich Aufschluss über Bauprojekte, Feste und Kriegslasten, aber auch über laufende Ausgaben und Einnahmequellen der Stadt. Als historische Dokumente sind die Bürgermeisterrechnungen ein seltener Glücksfall und ein kostbarer, bislang noch kaum ausgewerteter Quellenschatz. Sie werden auf ihre Inhalte hin untersucht und um interessante Fundstücke aus den dazugehörigen Beilagen - wie das oben genannte Kerbholz - sowie weiteren Zeugnissen der bürgermeisterlichen Amtsausübung wie Rappellbücher, Quittungen und Partikularrechnungen ergänzt.

Als Mitglieder der städtischen Oberschicht gestalteten manche Bürgermeister zudem die Erinnerung an die eigene Person sehr bewusst, wie das Beispiel Wolff Friedrich Lindenspürs zeigt. Zahlreiche weitere schriftliche und bildliche Zeugnisse wie prachtvolle Amtsporträts, Siegel mit Familienwappen oder Familienchronik einer Stuttgarter Bürgermeisterdynastie belegen das Bedürfnis, das eigene Handeln als Amtsträger ebenso wie als Bürger Stuttgarts zum Ausdruck zu bringen und späteren Generationen zu überliefern. Das Stadtarchiv lässt mit dieser Ausstellung spannende und wenig bekannte Aspekte der Stuttgarter Stadtgeschichte in der Vormoderne lebendig werden.

Katharina Beiergrößlein

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