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Württembergs König Wilhelm I. war insgesamt dreimal verheiratet. Wie hieß seine dritte Frau?

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Reichsstadt, Adel und Gartenbaukunst

Termin:Samstag, 9. Juli 2022, 8.00-19.30 Uhr
Leitung: Dr. Albrecht Ernst und Dr. Nicole Bickhoff, Stuttgart; Führungen vor Ort
Abfahrt: 8.00 Uhr
Treffpunkt: Konrad-Adenauer-Straße, Parkbucht unterhalb des Hauses der Geschichte
Rückkehr: ca. 19.30 Uhr in Stuttgart
Kosten: 48,00 € pro Person (inkl. Eintritte und Führungen)
Teilnehmerzahl: 25

Verbindliche  Anmeldung bis 02.07.2022


Biberach an der Riß, 1083 erstmals urkundlich erwähnt, wurde 1281/82 von König Rudolf I. von Habsburg zur Reichsstadt erhoben. Mit der Einführung der Baumwolle im 14. Jahrhundert wuchs Biberach zu einer bedeutenden Weberstadt heran. Infolge der Reformation entwickelte sich Biberach zu einer konfessionell gemischten Reichsstadt; mit dem Westfälischen Frieden wurde ein paritätisches Regierungs- und Verwaltungssystem eingeführt. Nach dem Frieden von Lunéville fiel Biberach 1802 zunächst an Baden, 1806 gelangte es durch Tausch an Württemberg. Ab 1810 war die Stadt Sitz des Oberamts Biberach. Seit 1962 ist Biberach Große Kreisstadt und die größte Stadt des gleichnamigen Landkreises. Im Rahmen einer Führung entdecken wir das historische Biberach mit der simultanen Stadtpfarrkirche, der Weißgerberwalk mit der Hammerwalke von 1699 sowie einem der schönsten Marktplätze Süddeutschlands mit prächtigen Bürger- und Patrizierhäusern.

Nach dem Mittagessen in einem Landgasthof öffnet Albrecht Graf von Brandenstein-Zeppelin sein Schloss in Mittelbiberach für uns. Das wuchtige Schloss mit seinem originellen Laubengang auf der Umfassungsmauer wurde im 16. Jahrhundert erstellt, als sich die Reichsvogtei Mittelbiberach im Besitz der reichen Biberacher Patrizierfamilie Schad befand. 1604 kam die Herrschaft Mittelbiberach über Erbtöchter an die Familien von Neuhausen und von Ulm an Hans Ludwig von Ulm; 1922 wurde das Rittergut von Freiherr Max von Ulm-Erbach zu Erbach an seinen Neffen Alexander von Brandenstein-Zeppelin, den Schwiegersohn des Luftschiffbauers, vermacht, dessen Nachkommen heute noch das Schloss bewohnen.

Auf dem Rückweg nach Stuttgart besuchen wir schließlich noch den Historischem Hängegarten von Neufra, ein seltenes Zeugnis der Gartenbaukunst der Renaissance. Der Lustgarten wurde zwischen 1569 und 1573 durch Graf Georg von Helfenstein vor einem Schloss als "Hängegarten" auf einer eigens errichteten Erweiterung eines natürlichen Schlossbergs in einer ebenen Fläche geschaffen. 1988 wurde der historische Garten in Privatinitiative mit Hilfe des Denkmalamts restauriert.

Abb.: Der Marktplatz in Biberach (fotocommunity)

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