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"Droben stehet die Kapelle, schauet still ins Tal hinab" - wo liegt die von Ludwig Uhland so melancholisch geschilderte Kapelle?

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Bayerisch-Schwaben - Landschaft, Klöster, Städte

Termin:Samstag, 14. Juli 2007, 8:00-21:00 Uhr
Führung: Prof. Dr. Hans Eugen Specker, Ulm
Abfahrt mit dem Bus: 8:00 Uhr, Stuttgart, Urbanstraße, bei der Württ. Landesbibliothek
Rückkehr: voraussichtlich gegen 21:00 Uhr
Kosten: EUR 28,00 für Mitglieder und je eine Begleitperson
EUR 33,00 für Nichtmitglieder
EUR 10,00 für Selbstfahrer

Unmittelbar hinter der baden-württembergischen Landesgrenze werden wir als westlichen Teil von Bayerisch-Schwaben das über einem Abhang der Schwäbischen Alb zum Donautal gelegene ehemalige Benediktinerkloster Oberelchingen ansteuern. Erinnert werden soll hier an die Schlacht vom 14. Oktober 1805, die Napoleon im dritten Koalitionskrieg den Weg nach Wien und zum Frieden von Preßburg vom 25.Dezember 1805 öffnete, in dem Württemberg zum Königreich aufstieg. Von den Klostergebäuden erhalten hat sich die von Januarius Zick frühklassizistisch ausgestaltete ehemalige Klosterkirche.

Mit Günzburg, einst Zentrum der Markgrafschaft Burgau und kurzzeitig (1609-1618) auch Residenz, soll auf einem Stadtrundgang der von Verwaltung, Schulen und Markt geprägte Typus einer vorderösterreichischen Stadt vorgestellt werden. Einbezogen wird dabei die nach einem Stadtbrand von Dominikus Zimmermann neu konzipierte Frauenkirche (1736-1741).

Nach dem Mittagessen in Günzburg führt die Route zunächst entlang dem Günztal, dann über die durch Täler modellierte Schotterlandschaft zum auf einer Anhöhe gelegenen ehemaligen Reichsstift Roggenburg. In der Säkularisation 1802 aufgehoben, wurde das Kloster 1982 wieder von Prämonstratensern besiedelt und gehört als Priorat zur niederbayerischen Prämonstratenser-Abtei Windberg. Die im 18. Jahrhundert neu erbaute Klosteranlage, in die sich die Stiftskirche (1752-1758) einfügt, zeigt das Können heimischer Meister und der zeitgemäß gestaltete ehemalige Wirtschaftshof die aktuelle Nutzung als Bildungszentrum.

Auf der Weiterfahrt streifen wir en passant das von den Fuggern im 16. Jahrhundert erbaute und von der Fürstenfamilie bewohnte Schloss Babenhausen und hoffen, dass die Zeit einen Abstecher nach Kirchhaslach, dem besonders schönen Beispiel einer barocken Dorf- und Wallfahrtskirche, erlaubt.

Mit Buxheim erreichen wir das breit gelagerte Illertal und werden dort die ehemalige Reichskartause mit ihrem Kreuzgang und einer in den ursprünglichen Zustand zurückversetzten Kartäuserzelle, die Klosterkirche mit ihrem nach mancherlei Schicksalen zurück erworbenen und renovierten Chorgestühl (1687-1691) von Ignaz Waibel und die Annakapelle (1738/39) von Dominikus Zimmermann besuchen.

Zum Ausklang bieten sich Buxheim oder - je nach Witterung und Kondition - ein kleiner Stadtrundgang durch Memmingen an.

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