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Der Ipf, das markante Wahrzeichen Bopfingens, ist nicht nur geologisch, sondern auch historisch bedeutsam. Was befand sich einst auf seinem Plateau?

eine mittelalterliche Burg
eine keltische Stätte
ein römisches Kastell

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Niederer Adel am oberen Neckar. Das kulturelle Erbe der Familien von Neuneck und von Ehingen

Termin:Samstag, 31. Mai 2008, 8.00-19.30 Uhr
Führung: Dr. Johann Ottmar, Mössingen
Abfahrt mit Bus: 8.00 Uhr, Stuttgart, Urbanstraße, bei der Württ. Landesbibliothek
Rückkehr: voraussichtlich gegen 19.30 Uhr
Kosten: EUR 29,00 für Mitglieder (Nichtmitglieder auf Anfrage)
EUR 12,00 für Selbstfahrer

Südwestlich von Tübingen beginnt beiderseits des Neckars die den Südwesten des Alten Reiches kennzeichnende Gemengelage der Territorien. Neben der habsburgischen Grafschaft Hohenberg um Rottenburg und Horb und der zollerischen Herrschaft Haigerloch bestanden kleine Herrschaftsgebiete, die niederadligen Familien unterstanden und von 1562 an Mitglieder der Reichsritterschaft, Kanton Neckar-Schwarzwald, waren. An den Zielorten dieser Tagesfahrt konnte sich der niedere Adel nur in Kilchberg bis zum Ende des Alten Reiches halten. Dennoch sind auch die Mittelpunkte der anderen beiden Herrschaften - Neuneck und Glatt - an ihrem kulturgeschichtlichen Erbe bis heute als einstige Adelssitze zu erkennen. Die Pfarrkirchen und ihre Ausstattung, Reste einer Burg oder erhaltene Schlossbauten sind die augenfälligsten Zeugnisse ihrer besonderen Vergangenheit.

Bei dieser Fahrt "auf die Dörfer" bildet Dettlingen (Stadt Horb a. N.), das zur ehingischen Herrschaft Dießen gehörte, das erste Ziel. Die dortige katholische Pfarrkirche besitzt einen spätgotischen Altar, der von Barbara v. Neuneck, der Witwe Burkhards v. Ehingen, gestiftet wurde. Von der Stammburg des weitverzweigten Geschlechts haben sich in Neuneck nur bescheidene bauliche Reste erhalten. Die evangelische Pfarrkirche birgt jedoch Grabplatten und -denkmäler für Angehörige der Familien v. Neuneck und v. Ehingen; auch hat sie Wandtabernakel, Taufstein und Kanzel aus der Zeit um 1500 bewahrt.

Nicht weit von der Mündung des Flusses Glatt in den Neckar liegt das Dorf Glatt (Stadt Sulz a. N.). Seine katholische Pfarrkirche weist nicht nur etliche Grabmäler der jüngeren Linie der Herren v. Neuneck zu Glatt auf, sondern auch ein von Reinhard v. Neuneck († 1551) gestiftetes Sakramentshaus im Stil der Renaissance. Reinhard hat auch das Wasserschloss Glatt errichten lassen, dessen bauliche Gestalt trotz einiger Veränderungen in der heutigen Schlossanlage gut ablesbar bleibt. Als Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt ist es seit 2001 öffentlich zugänglich. Es besteht aus vier musealen Einrichtungen: dem Adelsmuseum mit Rüstkammer, dem Schlossmuseum zum 18. und 19. Jahrhundert, dem Bauernmuseum und der Kunstgalerie des Landkreises Rottweil, deren Dauerausstellung der Bernsteinschule gewidmet ist.

Im Unterschied zu Schloss Glatt ist das Schloss Kilchberg (Stadt Tübingen) nach wie vor Privateigentum. Der malerische Gebäudekomplex mit mittelalterlichem Bergfried, bewehrter Ringmauer und den herrschaftlichen Bauten des 18. Jahrhunderts wurde von Freifrau Christa v. Tessin einfühlsam restauriert. Auf die Außenbesichtigung der Schlossanlage folgt die Innenbesichtigung der spätgotischen Schlosskapelle, die Möglichkeit zur Besteigung des Turms und zur Besichtigung der Burgküche. Die benachbarte evangelische Pfarrkirche ist bemerkenswert durch ein Ensemble von Grabmälern der Familie von Ehingen aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

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