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Das württembergische Kronprinzenpaar Karl und Olga ließ sich 1845 ein Landhaus bauen – die Villa Berg. Wie hieß der Architekt?

Nikolaus Thouret
Giovanni Salucci
Christian Friedrich Leins

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Unterwegs im Strohgäu. Die württembergischen Erbschenken von Nippenburg

Termin:Samstag, 14. Juni 2008, 8.00-19.00 Uhr
Führung: Prof. Dr. Volker Himmelein, Karlsruhe
Abfahrt mit Bus: 8.00 Uhr, Stuttgart, Urbanstraße, bei der Württ. Landesbibliothek
Rückkehr: voraussichtlich gegen 19.00 Uhr
Kosten: EUR 28,00 für Mitglieder (Nichtmitglieder auf Anfrage)

Man muss gar nicht weit reisen, um eine reizvolle und geschichtsträchtige Landschaft zu erleben. Beiderseits der Glems, die von Glemseck über Leonberg, Höfingen, Ditzingen und Schwieberdingen fließt und bei Unterriexingen in die Enz mündet, gibt es in fast jedem Ort Schlösser, Kirchen und Kunstdenkmäler, die von der Bedeutung der ritterschaftlichen Familien "auf dem Land" Zeugnis ablegen.

Im Mittelpunkt unserer Fahrt stehen die Herren von Nippenburg, seit 1515 württembergische Erbschenken. Sie saßen, um nur einige Orte zu nennen, in Hemmingen und in Schwieberdingen, in Schöckingen und Unterriexingen und natürlich auf der Nippenburg, die wir dank der Großzügigkeit des Grafen Karl Magnus Leutrum von Ertingen werden ansehen können. Bis zu ihrem Aussterben im Mannesstamm zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1646) haben die Herren von Nippenburg Schlösser und Burgen gebaut, Kirchen gestiftet, und in ihren prächtigen Grabmälern treten sie uns leibhaftig gegenüber.

Dem Lauf der Glems folgend markiert Ditzingen mit seinem ehemaligen Wasserschloss und den beiden gotischen Kirchen, die an die einstige Grenze der Bistümer Konstanz und Speyer erinnern, die erste Station der Fahrt. In Schöckingen gilt die Aufmerksamkeit den Schlössern der Freiherren von Gaisberg, die aus nippenburgischem Lehensbesitz hervorgingen, sowie der evangelischen Mauritiuskirche, in der sich Reste der spätgotischen Ausmalung sowie Grabmäler der Ortsherrschaft erhalten haben. Auch Hemmingen, das nach dem Erlöschen der Herren von Nippenburg an die Freiherren von Varnbüler gelangte, beeindruckt mit seiner imposanten, vom Historismus geprägten Schlossanlage und der gotischen Laurentiuskirche, die bemerkenswerte Epitaphien des Ortsadels bewahrt.

Auf steil abfallendem Sporn über dem Glemstal erhebt sich die Ruine der ins 12. Jahrhundert zurückreichenden Burg Nippenburg. Die imposanten Reste der Schildmauer und der Vorburg belegen die einstige Größe und Bedeutung der Anlage. In unmittelbarer Nähe ließen die Grafen Leutrum von Ertingen 1721 ein Barockschloss mit großem Wirtschaftshof und einem beeindruckenden, von einer Mauer umschlossenen Landschaftsgarten errichten. Erhöht über dem historischen Ortskern von Schwieberdingen liegt die wehrhaft anmutende Pfarrkirche St. Georg, die man über eine überdachte Freitreppe erreicht. Sie verfügt über eine ungewöhnlich qualitätsvolle Ausstattung. Der von Peter von Koblenz 1495-98 errichtete Chor birgt nicht nur ein gotisches Sakramentshaus, sondern eine Reihe von Grabdenkmälern, allen voran das des Stifters der Kirche, Ludwig von Nippenburg, von 1498, der sich in lebensgroßer Rittergestalt präsentiert. Im Gewölbe der Turmvorhalle findet sich das sehr fein gearbeitete Erbschenkenwappen des Philipp von Nippenburg. Von Parkbäumen umgeben erhebt sich in Unterriexingen das klassizistische Schloss der Grafen Leutrum von Ertingen, in dessen Kern sich der aus Buckelquadern errichtete Bergfried erhalten hat. Auf einer Anhöhe südwestlich des Dorfes, inmitten des ummauerten Friedhofs, liegt die einstige Wallfahrtskirche "Unserer Lieben Frau", die sich im Eigentum der gräflichen Familie Leutrum befindet und erst kürzlich einer umfassenden Sanierung unterzogen wurde. Im Innern der Kirche stehen zahlreiche wertvolle Grabsteine. Eine Kostbarkeit stellt der hölzerne romanische Kruzifixus dar, der 1891 von Ertingen (Donau) hierher versetzt wurde.

Hinweis: Etwaige Abweichungen von der beschriebenen Fahrtroute bleiben vorbehalten.

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