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Das württembergische Kronprinzenpaar Karl und Olga ließ sich 1845 ein Landhaus bauen – die Villa Berg. Wie hieß der Architekt?

Nikolaus Thouret
Giovanni Salucci
Christian Friedrich Leins

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Stätten der Geschichte im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Termin:Samstag, 15. September 2007, 8:00-19:30 Uhr
Führung: Dr. Rolf Deigendesch, Münsingen
Abfahrt mit dem Bus: 8.00 Uhr, Stuttgart, Urbanstraße, bei der Württ. Landesbibliothek
Rückkehr: voraussichtlich gegen 19.30 Uhr
Kosten: EUR 27,00 für Mitglieder und je eine Begleitperson
EUR 32,00 für Nichtmitglieder

Als das Königlich Württembergische Armeekorps Ende des 19. Jahrhunderts ein Übungsgelände für moderne kriegstechnische Anforderungen suchte, wurde es in dem wegen seines rauen Klimas und des unergiebigen Bodens kaum besiedelten "Münsinger Hardt" fündig. 1895 entstand der Truppenübungsplatz Münsingen, der 1937 um die Gemarkung Gruorn erweitert wurde. Das Dorf wurde aufgelöst; die Gruoner Bevölkerung musste ihre Heimat verlassen. Lediglich die mittelalterliche Stephanuskirche samt Friedhof sowie das ehemalige Schulhaus blieben erhalten. Die militärische Nutzung des 6.700 ha großen Geländes endete 2005.

In seiner Führung wird Dr. Roland Deigendesch, der Leiter des Stadtarchivs Münsingen, die Kulturlandschaft des "Münsinger Hardt", einzelne Denkmäler der Militär- und Technikgeschichte, insbesondere aber die Überreste des Dorfes Gruorn vorstellen. Auch das denkmalgeschützte "Alte Lager", eine in ihrer äußeren Gestalt praktisch unveränderte Kasernenanlage aus der Kaiserzeit, darunter das Offizierskasino von 1897, wird besichtigt.

Am Nachmittag geht die Fahrt weiter zum Haupt- und Landgestüt Marbach, dessen Anfänge bis weit ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Örtliche Führer werden über die Geschichte des Gestüts informieren, die in Marbach gezüchteten Pferderassen charakterisieren und einen Einblick in die Arbeit am und mit dem Pferd geben. In unmittelbarer Nähe des Marbacher Gestütshofs befindet sich Grafeneck, einstiges Jagdschloss der Herzöge von Württemberg. Seine höfische Glanzzeit erlebte es im 18. Jahrhundert, als Herzog Carl Eugen eine "zweite Solitude" mit Schlosskirche, Opernhaus und Park aus ihm machte. Heute sind fast alle Bauten dieser Zeit verschwunden. Geblieben ist nur das aus dem Vorgängerbau des 16. Jahrhunderts hervorgegangene dreiflügelige Hauptgebäude mit Mansarddach.

Seit 1928 befand sich das Schloss Grafeneck als Behindertenheim im Besitz der Samariterstiftung Stuttgart. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs für "Zwecke des Reichs" beschlagnahmt, begann hier im Jahr 1940 die sog. "Euthansie-Aktion". Innerhalb nur eines Jahres wurden über 10.600 behinderte Menschen ermordet. Das seit 2005 bestehende Dokumentationszentrum erinnert an dieses finstere Kapitel in der Geschichte von Grafeneck. Bei einer Führung werden die Gedenkstätte und die Schlossanlage besichtigt.

Hinweis: Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verlangt von den Besuchern der bundeseigenen Liegenschaft "ehem. Truppenübungsplatz Münsingen" die Abgabe einer "Haftungsverzichterklärung", die von den Exkursionsteilnehmern während der Fahrt zu unterschreiben ist. Für Selbstfahrer ist eine Teilnahme an dieser Exkursion nicht möglich.

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