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Der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, war ein echter Schwabe, was man auch in seiner Aussprache deutlich hörte. Wo wurde er geboren?

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Ihr und Wir. Integration der Heimatvertriebenen in Baden-Württemberg

Termin:Donnerstag, 22. April 2010, 15.30 Uhr
Führung: Dr. Mathias Beer, Tübingen
Treffpunkt: Stuttgart, Haus der Geschichte
Kosten: EUR 3,00 pro Person

"Seit Jahrhunderten hat sich die Zusammensetzung des schwäbischen Volkes nicht geändert. Die Aufnahme von vielen Tausenden Ausgewiesenen stellt ein großes Experiment dar". Mit dieser Einschätzung trat Theodor Eschenburg, Flüchtlingskommissar in Württemberg-Hohenzollern, 1946 an die Öffentlichkeit. Letztendlich sollten es rund 1,6 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene sein, die als Folge des Zweiten Weltkriegs im deutschen Südwesten Aufnahme fanden. 1961 lag ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung des Landes bei annähernd 21 Prozent. Der riesige, in der südwestdeutschen Geschichte einmalige Bevölkerungszuwachs veränderte die politischen, wirtschaftlichen, sozialen, konfessionellen Verhältnisse grundlegend. Allein schon, dass die Vertriebenen den Ausschlag bei der Abstimmung zum Südweststaat gaben, ist ein unübersehbarer Hinweis auf den tief greifenden Wandel, den die zunächst unerwünschte Aufnahme einer so großen Zahl fremder Deutscher in Gang setzte.

Dieses bewegte und doch in Vergessenheit geratene Kapitel südwestdeutscher Geschichte steht im Mittelpunkt der Großen Landesausstellung, durch die uns Dr. Mathias Beer, der Geschäftsführer des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde, führen wird. Anders als in früheren Ausstellungen zur Thematik steht die Begegnung von Alt- und Neubürgern im Fokus der Betrachtung. Ausgewählte Lebensgeschichten erzählen anschaulich anhand von zeitgenössischen Bild- und Tondokumenten, welche Folgen das Zusammentreffen von alteingesessener und zugezogener Bevölkerung in den unterschiedlichen Bereichen hatte, so etwa beim Wohnen, bei der Arbeit, der politischen Partizipation, in Schule, Sport, Religion und nicht zuletzt in der Fest- und Erinnerungskultur.

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